Was der Krieg in mir über mich aussagt
Es ist ein paar Wochen her, als ich mit meiner Ausbildungsgruppe in IoPT (wir haben Ende 2021 unsere Ausbildung bei Prof. Franz Ruppert abgeschlossen) eine Selbstbegegnung machte. „Der Krieg in mir“, war zu meinem Thema geworden. Etwas unfreiwillig – dafür um so erhellend.
Sich selbst begegnen, um Traumen zu lösen
Sehr vereinfacht dargestellt, wird durch die Selbstbegegnung ein abgespaltenes, frühkindliches Trauma sichtbar gemacht, damit es psychisch so weit wie möglich re-integrieren werden kann. Das Trauma wird spürbar und die abgespaltene Energie kann sich entladen, so daß sich der Körper und Psyche erholen, sowie neue Ressourcen hinzugewinnen kann. In meiner Arbeit bringen ich EFT Soul Tapping mit ein, wenn es zur Situation passt. Idealerweise sollte das Psychotrauma körperlich als auch psychisch ein gutes Stück weit reintegriert sein. Die Spaltung zwischen Körper und Psyche werden auf diese Weise immer kleiner. Diese Selbstbegegnungen sind immer ein Akt der Liebe. Für sich selbst und durch die Resonanzgeber, die das Unbewusste zum Ausdruck bringen.
„Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt endlich wissen, was Frieden heißt.“ Jimi Hendrix
In diesem Video Interview geht es um das Thema Krieg in mir und aus Sicht der Psychotraumtherapie (IoPT = Identitätsorientierte Psychotraumatherapie) gesehen.
Krieg in unserer Welt
Derzeit passiert so viel in unserer Welt. Es gibt so viele Kriege. Es gibt einen Krieg direkt vor unserer Haustür. Es gibt so viele Unruhen. Wenn man die Nachrichten oder im Internet schaut, könnte man glauben, dass wir kurz vor dem Abgrund stehen.
Äußere Krisen können innere Themen berühren. Sie können Angst, Ohnmacht, alte Erinnerungen oder ungelöste Konflikte aktivieren. Das bedeutet nicht, dass äußere Ereignisse durch uns verursacht werden. Es bedeutet nur, dass sie in uns etwas sichtbar machen können.
Auf der einen Seite könnte es uns beunruhigen, aber auf der anderen Seite gibt es uns allen eine Chance auf die Dinge im Außen einen ganz neuen und mutigen Blick zu wagen.
Im Gespräch mit meinem Ausbilder
In diesem Interview spreche ich mit Prof Dr. Franz Ruppert, mein Ausbilder in IoPT und immer gerne bereit mit mir über die menschliche Psyche, Psychotraumata und IoPT zu sprechen.
Inhalte:
- Wie hängt Trauma mit dem was wir erleben zusammen?
- Welche 4 Weltkriege zeigen sich derzeit aus Sicht von Franz Ruppert?
- Wie kommt es, das Menschen mit sich selbst Krieg führen?
- Selbstzerstörung zeigt sich auch in Krankheitsbildern.
- Die Geschichte von Ashoka.
- Wie sich ein abgespaltenes Mobbing in einer Selbstbegegnung gezeigt hat.
- Wie können wir inneren Frieden finden?
Hinweis: Dieses Interview entstand im Kontext des IoPT-Kongresses 2022.
Über meinen Gast Prof. Dr. Franz Ruppert:
Er ist promovierter Psychologe und Psychotherapeut. Seit 2000 ist die Psychotherapie. Psychotrauma ist Hauptinhalt seiner Lehr- und Forschungsarbeit. Mittlerweile ist er weltbekannt mit seiner Methode, die er IoPT nennt.
Identitätsorientierte Psychotraumatherapie
IoPT steht für Identitätsorientierte Psychotraumatherapie. Sie stellt ein psychotherapeutisches Interventionsverfahren dar und ist eine hervorragende Form der Selbstbegegnung. Es geht um die Identitätsentwicklung des Menschen im Kontext seiner frühen Bindungsbeziehungen.
Franz Ruppert betrachtet psychische und physische Störungen und daraus resultierende Symptome auf der körperlicher und psychischer Ebene als Folge unterschiedlicher Formen früher Traumatisierungen.
Was hat der Krieg im Außen mit dir und deiner Vergangenheit zu tun?
Auf den ersten Blick womöglich gar nichts.
Doch was bedeutet Krieg?
Wo führen wir unsere eigenen Kriegen?
- Konflikte in der Firma
- Erbschaftsstreitigkeiten in der Familie
- Rechtsstreit mit dem Nachbarn
- innere Konflikte mit mir
Im Coaching gibt es immer wieder diese inneren Kriege, die zum Teil selbstzerstörerische Auswirkungen haben. Wir gönnen uns nichts. Kümmern uns nicht um unsere Bedürfnisse. Laufen täglich in die gleichen Stresssituationen hinein. Streiten mit unserem Partner, obwohl wir eigentlich nur nach Hilfe schreien wollen.
Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts. Willy Brandt, deutscher Politiker und Bundeskanzler, 1913 – 1992
Hinweis: Diese Seite ersetzt keine medizinische, psychotherapeutische oder traumatherapeutische Begleitung. Wenn du dich stark belastet fühlst, unter anhaltender Angst, depressiven Symptomen, Schlafproblemen oder Suizidgedanken leidest, wende dich bitte an ärztliche oder therapeutische Unterstützung oder in akuten Situationen an den Notdienst.
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Häufige Fragen zu inneren Konflikten
Was ist ein innerer Konflikt?
Ein innerer Konflikt entsteht, wenn verschiedene Bedürfnisse, Ängste, Werte oder innere Anteile in unterschiedliche Richtungen ziehen. Das kann sich anfühlen, als wüsste der Kopf etwas, während Körper oder Gefühle etwas anderes zeigen.
Warum fühle ich mich innerlich zerrissen?
Innere Zerrissenheit entsteht häufig, wenn ein Teil von dir Veränderung möchte und ein anderer Teil Sicherheit sucht. Auch alte Muster, übergangene Grenzen oder frühere Erfahrungen können diesen Zustand verstärken.
Kann äußere Krise innere Konflikte verstärken?
Ja. Äußere Krisen können innere Unsicherheit, Angst oder alte Erfahrungen berühren. Das bedeutet nicht, dass äußere Ereignisse durch uns verursacht werden. Es bedeutet nur, dass sie in uns etwas sichtbar machen können.
Kann Coaching bei inneren Konflikten unterstützen?
Coaching kann dabei unterstützen, innere Muster, Bedürfnisse und Grenzen bewusster wahrzunehmen. Es ersetzt keine Psychotherapie, kann aber ein hilfreicher Raum sein, um die eigene Situation klarer zu sortieren.
Wann sollte ich therapeutische Unterstützung suchen?
Wenn du dich dauerhaft stark belastet fühlst, unter Angst, depressiven Symptomen, Schlafproblemen oder Gedanken daran leidest, nicht mehr leben zu wollen, suche bitte ärztliche oder therapeutische Unterstützung.



